Standesamtsregister in Masuren

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Statistiken — Standesamtsregister in Masuren

Dieser Stammbaum wurde zuletzt am 21. Dezember 2017 aktualisiert.

Personen
männliche
6.125
49,1 %
weibliche
6.353
50,9 %
Anzahl Nachnamen
Familien
Quellen
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Zeigersensitive Masurenkarte

Masuren ist kein geografisch eindeutig festgelegtes Gebiet. Allgemein wird aber gesagt, dass es im Sechseck Lyck (Ełk), Johannisburg (Pisz), Sensburg (Mrągowo), Rastenburg (Kętrzyn), Angerburg (Węgorzewo), Treuburg/Oletzko (Olecko) liegt. Es umfasst also die großen Seenplatten mit Loetzen (Giżycko) und Nikolaiken (Mikołajki) in der Mitte und der Johannesburger Heide (Puszcza Piska) im Süden. Diese Grenzung wird durchaus auch weiter gefasst.

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Informationen - Standesämter in Preußen

Die Führung der Standesregister (Taufen, Trauungen und Sterbefälle) oblag in früherer Zeit ausschließlich den zuständigen Pfarrern der beiden großen christlichen Kirchen. Nach den Bestimmungen des am 1. Juni 1794 in Kraft getrenenen Preußischen Allgemeinen Landrechts ("Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten") waren die Pfarrer verpflichtet, neben den normalen Kirchenbüchern Zweitschriften zu führen und diese jährlich bei den zuständigen Gerichten, zunächst die Patrimonialgerichte (bis 1848), dann die Kreisgerichte (bis 1879), abzuliefern. Diese rechtliche Situation hat in den preußischen Staaten dem Grunde nach bis zum 30. September 1874 bestanden.

Die Gerichte waren unmittelbar für die Beurkundung von Personenstandsfällen von Juden und von Personen zuständig, die nicht der evangelischen oder der katholischen Kirche angehörten. Die Führung dieser sogenannten "Dissidentenregister" wurde durch die Preußische Verordnung vom 30. März 1847 und das Preußisches Gesetz vom 23. Juli 1847 eingeführt.

Am 9. März 1874 wurde dann das "Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung" erlassen. Durch dieses Gesetz wurde für die preußischen Staaten ab 1. Oktober 1874 die obligatorische Zivilehe eingeführt und die Führung der Personenstandsregister nunmehr den staatlich bestellten Standesbeamten zugewiesen. An die Stelle dieses zunächst auf Preußen beschränkten Gesetzes trat dann das "Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung" vom 6. Februar 1875, mit inhaltlich identischen Regelungen, wodurch mit Wirkung vom 1. Januar 1876 die Standesämter und die standesamtliche Registerführung im gesamten Gebiet des früheren Deutschen Reiches eingeführt wurden.